Attraktionen beleben die Burg hoch über dem Paltental
Strechau lockt mit Oldtimern |
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| Wie ein Adlerhorst thront sie auf einem Felsen hoch über dem Paltental – die Burg Strechau, nach der Riegersburg die zweitgrößte Anlage in der Steiermark, die im Laufe der Zeit zu einer mächtigen Festung wurde und heute eine Länge von 330 m aufweist. Sie liegt täglich im Blickfeld von etwa 25.000 Fahrzeuglenkern.
Der Name Strechau scheint bereits vor etwa tausend Jahren auf. Die teils romanische, teils gotische Wehranlage – die ältesten Teile stammen aus dem 13. Jahrhundert – wird unter dem Geschlecht Hofmann, Führer der protestantischen Stände, in der Mitte des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Im Zuge der Gegenreformation übernimmt das Stift Admont 1629 die umfangreichen Besitzungen und errichtet den großen Speicher, Stallungen und Verwaltungsgebäude.
Erzherzog Johann und Anna Plochl
Admont-Verwalter Stary, ein Freund Erzherzog Johanns, adaptiert nach zweimaliger Besetzung durch die Truppen Napoleons einige Räume für repräsentative Zwecke des steirischen Prinzen. Dieser trifft hier mehrmals mit Anna Plochl zusammen, er will auf Strechau Hochzeit feiern, doch diese Absicht scheitert an der fehlenden Zustimmung des kaiserlichen Bruders.
Nach 1848 (Bauernbefreiung unter Hans Kudlich) wird die Grundherrschaft beendet, die Burg bleibt fast 50 Jahre dem Verfall überlassen, bis sie Dr. Julius Hofmayer 1892 kauft. Von ihm und seinem Nachfolger, Dr. Adolf Boesch, wird sie gerettet und in der Zeit von 1909 bis 1926 historisierend eingerichtet. Durch die Inflation verliert Dr. Boesch den Besitz, den die Wiener Theresianische Akademie übernimmt. 1938 wird nach einem großzügigen Umbau eine NAPOLA-Schule und später ein Kindererholungsheim untergebracht. Ab 1955 bleiben die Gebäude unbenutzt.
Im Jahr 1979 war Harald Boesch auf Anraten seines Sohnes Dr. Wolfgang Boesch bereit, an den Ort seiner Kindheit zurückzukehren und mit privaten Mitteln die Burg Strechau wieder zum Leben zu erwecken. „Als ich die Burg 1979 kaufte, waren noch zwei Sessel da, sonst kein Möbelstück“, erinnert sich Harald Boesch, der sich die Rettung von Strechau zur Lebensaufgabe machte. Seit 1997 erstrahlen auch die ältesten, protestantischen Fresken des Landes in neuer Schönheit.
Dr. Wolfgang Boesch, der Sohn von Harald Boesch, treibt die Revitalisierung und Öffnung voran, er ist dabei, das Werk seines Vaters durch neue Attraktionen weiter zu beleben. So will er Weltspitzen der Musik auf die Burg bringen, für 2006 ist es bereits gelungen, die international anerkannte Blockflötistin Michala Petri aus Dänemark für einen Konzertabend zu gewinnen. Ein weiteres Ziel ist die Zusammenarbeit mit dem Stift Admont, um klassische Musik einem großen Publikum zugänglich zu machen. |

Dr. Wolfgang Boesch setzt mit der Boesch-Privatstiftung das Werk seines Vaters fort. Angestrebt werden verschiedene, neue Attraktionen und die Vernetzung mit führenden Persönlichkeiten und Institutionen der Region. |
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Die Burg Strechau soll zu einem regionalen Leitprojekt werden, das vermehrt neue Gäste anzieht. Man hofft, die jährlichen Besucherzahlen von derzeit 1000 auf mindestens 10.000 zu erhöhen. |
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