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Die Steiermark setzt auf Kreativität  

Erstmals lässt eine Region ihr kreatives Potenzial erheben. Der führende Hamburger Trend- und Zukunftsforscher Matthias Horx sieht für die Steiermark und Graz eine echte Pionierfunktion.

„Ideen, Innovationen und Initiativen statt Zweifel, Zögern und Zwänge. Unter diese Maxime stellt das Wirtschaftsressort seine Arbeit“, betont Finanz- und Wirtschaftslandesrat Dr. Christian Buchmann (ÖVP). Deshalb gibt es die Initiative, das „Stärkefeld Creative Industries“ in unserem Bundesland erheben zu lassen. Das Land Steiermark, die Stadt Graz und die Sparte Information und Consulting (IC) der Wirtschaftskammer finanzieren die vielschichtige Analyse.
Als Moderator der Beratungen konnte Matthias Horx gewonnen werden. Aus seiner Sicht befindet sich die Arbeitswelt in einem gewaltigen Umbruch, die Wertschöpfungsketten verlagern sich. Kreatives Potenzial sei ein wesentlicher Standortfaktor, weil damit eine enorme Hebelwirkung erzielt werde.

Rohstoff in den Köpfen
Heimo Lercher, Obmann der Sparte IC der Wirtschaftskammer, vertritt die Auffassung, dass der Begriff Kreativität bei den politischen Entscheidungsträgern eine andere Dimension und hohe Wertigkeit bekommen muss. Gleichzeitig ist herauszustellen, dass die Rohstoffe dieses Landes nicht im Boden vergraben sind, sondern sich in den Köpfen der Menschen befinden.
Wirtschaftsstadtrat Detlev Eisel-Eiselsberg (ÖVP) engagiert sich bei dieser Analyse vor allem deshalb, weil die Evaluierung der Grazer Wirtschaftsstrategie ergeben hat, dass vor allem das schöpferische Milieu von Graz zu fordern und zu fördern sei.
Zusammenfassend erklärte Matthias Horx: „Wenn sich eine Region an die Spitze der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung setzt, investiert sie in eine gute Zukunft. Das erfordert jedoch eine unkonventionelle Politik, die nicht unbedingt nur eine monetäre Forderung zu sein hat, sondern ein Anstoß auf breiter Basis sein soll.“
Laut Landesrat Dr. Buchmann werden aus den Ergebnissen der Potenzialanalyse Aktionsprogramme abgeleitet, die das Wirtschaftsressort umsetzt. Die Präsentation im Kreis führender Persönlichkeiten erfolgt am
5. Oktober 2006.

 
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