weiß-grünes mosaik
bunt gemischt
Singen ohne Grenzen  

Ungefähr 50 Sängerinnen und Sänger sowie das Referententeam der Steirischen Singwoche trafen sich in Sankt Martin bei Graz, um zum 38. Mal eine Woche lang den Chorgesang und andere Künste zu pflegen.
Unter der Leitung von Franz Nono Schreiner wurde ein umfangreiches Programm anspruchsvoller Chorliteratur erarbeitet, das Chansons der Renaissance, Werke von Michael Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Robert Schumann, zeitgenössische Kompositionen steirischer Komponisten, französische Chansons des 20. Jahrhunderts sowie Volkslieder aus Frankreich und dem Alpenraum umfasste. Die Teilnehmer kamen auch aus Deutschland, Holland, Slowenien und Ungarn.

Diverse Kunstangebote
Neben der Probenarbeit gab es verschiedene Kunstangebote: Renate Pree (Wien) leitete das Atelier „Tanz und Entspannung“, Ingrid Salus (Dobl) jenes für Malen, Christian Ruck (Graz) betreute eine kleine Schauspieltruppe und Helmut Traxler (Graz) erarbeitete geistliche Chorwerke. Außerdem wurde unter der kundigen Führung von Herbert Kirnbauer (Neumarkt/Stmk.), assistiert von Sohn Gernot Kirnbauer, täglich dem Volkstanz gefrönt. Sabine und Helmut Traxler bewährten sich als einfühlsame Stimmbildner.

Liederliche Lieder
Beim Schlusskonzert im Minoritensaal konnte der Leiter der Singwoche auch Erna Muthspiel, LR Johann Seitinger und Dr. Werner Weinhofer von der Raiffeisenlandesbank begrüßen. Das Motto lautete „Liederliche Lieder“, doch erklangen auch geistliche und weltliche Werke. So Waldemar Blochs „Rondeau du fiacre“ – anlässlich seines 100. Geburtstages, Jörg-Martin Willnauers „Die Badewanne“, deren Chorfassung uraufgeführt wurde, Walther Neumanns „bad luck“ – ebenfalls eine Uraufführung sowie die beiden französischen Chansons „Le parapluie“ von George Brassens und „Domino“ von Louis Ferrari und Jacques Plante.
Nach den französischen Volksliedern, die in Sätzen und Übersetzungen von Franz Nono Schreiner dargeboten wurden, spielte ein Ensemble der Singwoche steirische Volksmusik. Mit „Bleib ma banand“ wurde des 75. Geburtstages von Kurt Muthspiel, des Gründers der Steirischen Singwoche, gedacht, der mit dieser Institution eine großartige Pionierleistung vollbracht und mit seinen Kompositionen einen bleibenden Platz in der steirischen Musiklandschaft errungen hat.
Das Publikum war begeistert. Tags darauf fand eine Woche voller Harmonie und intensiven Arbeitens im wie immer gastfreundlichen Haus St. Martin seinen Abschluss.

 

Skulpturenpark zum Joanneum
Kurt Flecker sichert Bestand

 

Der Skulpturenpark im Süden von Graz muss als wertvoller Bestandteil der steirischen Kulturlandschaft abgesichert werden, betont Kulturlandesrat LH-Stellvertreter Flecker. Deshalb wird das Land Steiermark die bisher von einer Privatstiftung betriebene Sammlung ins Landesmuseum Joanneum integrieren. Der Skulpturenpark kommt zum Jahreswechsel ins Landesmuseum Joanneum, und zwar als Abteilung in das Departement Kunst. Die Stiftung bleibt als Rechtsform erhalten, wird jedoch von Departementleiterin Dr. Elisabeth Fiedler geführt. An das Trio des jetzigen Vorstandes – Nikolaus Breisach, Hermann Eisenköck und Ralf Schilcher – ergeht der Wunsch, im Verein „Freunde des österreichischen Skulpturenparks“ weiter mitzuarbeiten. Im Mai des Jahres haben die drei den exzellent gestalteten Band „garten der kunst art garden“ präsentiert. Das Werk mit 270 Seiten Großformat (35 Euro) ist im Kunstverlag Hatje-Cantz erschienen, die Kunstfotografin Karin Apollonia Müller und Andrew Bush waren wochenlang unterwegs, die schönsten Motive im besten Licht einzufangen. Unter den Autoren scheint Dieter Kienast auf, der das Gelände beim Schwarzlzentrum als grüne Oase gestaltete.

Tobias Rehberger: Asoziale Tochter, 2004

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)