Grazer Wirtschaftsakademiker in Istanbul
Begegnung am Bosporus
|
Es zählt zu den Traditionen des Vereines der Absolventen der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Studienrichtungen der Karl-Franzens-Universität, dass alljährlich Symposien zu wichtigen Themen stattfinden. Wirtschaftsakademiker, die seinerzeit in Graz studiert haben und nun in den verschiedensten verantwortungsvollen Tätigkeiten im In- und Ausland zu finden sind, treffen sich mit ihren ehemaligen Professoren. Dabei gibt es meist einen interessanten Meinungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis.
Nach vorangegangenen Tagungen an Universitäten in Brüssel, Bologna, New York, Cambridge, Coimbra, Salamanca traf man sich diesmal am österreichischen St.-Georgs- Kolleg in Istanbul. Das von Direktor Mag. Dr. Günther Witamwas hervorragend organisierte 28. Postgraduate Wirtschaftssymposium stand unter dem Thema „Global Business Competence“.
Nur 3 Prozent Europa
Österreichische und türkische Referenten diskutierten einleitend die Rolle von Istanbul als Drehscheibe zwischen Europa und Asien. Seit den Reformen durch Kemal Atatürk in den dreißiger Jahren wurde die westliche Orientierung der Türkei verstärkt. Heute stellt sich natürlich die Frage, ob die Türkei, die nur zu 3 Prozent in Europa und zu 97 Prozent in Asien liegt, politisch und kulturell als europäischer Staat zu werten ist.
Manager analysierten die Unterschiedlichkeiten und Gemeinsamkeiten der Wirtschaftstugenden im 21. Jahrhundert in Ost und West und die österreichische Handelsdelegierte und ein in der Türkei erfolgreicher Unternehmer berichteten über die österreichischen Marktchancen in der Türkei. Hofrat Franz Kangler, Leiter des Österreichischen St.-Georgs-Kollegs in Istanbul, informierte über das türkische Bildungssystem. In einem beeindruckenden Referat skizzierte Yusuk Örnek jene Wurzeln europäischer Kultur, welche nach Kleinasien reichen. Prof. Gerald Schöpfer, welcher auch das Einleitungsreferat gehalten hatte, konnte in seinem Resümee der Veranstaltung eine überaus positive Bilanz dieser Begegnung zwischen Europa und Asien ziehen. Zu den gesellschaftlichen Höhepunkten dieser Begegnung am Bosporus zählte ein Empfang der Firma AVUS-International, zu welchem Generaldirektor Josef Pscheidl und seine Frau Elfi die Tagungsteilnehmer einluden. |

Sie sicherten den optimalen Verlauf des Symposiums: Hofrat Franz Kangler und Direktor Dipl.-Ing. Dr. Günther Witamwas.
Foto: Paulus Mayr |
| Die
vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen
berichte". (Bestellhinweise)
|