Was inzwischen geschah …

Gemeint ist der Zeitraum zwischen dem Erscheinen der „steirischen berichte“ 1–2/2007 und der jetzigen Ausgabe.
Was uns besonders freut, ist das Echo zum Schwerpunkt „50 Jahre Römerverträge – das große Friedensprojekt Europa“. Von vielen Seiten gab es Zuspruch, aus Brüssel kam sogar ein persönliches Schreiben vom Präsidenten des Europäischen Parlaments, Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering. Zugleich bestellte die Bibliothek des Europäischen Parlaments ein Abonnement der „steirischen berichte“.
Mit Sorge beobachteten wir den Verlauf des EU-Gipfels in Brüssel. Wird es der deutschen Kanzlerin Angela Merkel gelingen, die Regierungschefs der 27 Länder für die Entwicklung eines tragfähigen ­Vertragswerkes zu gewinnen? Es gelang. Die befürchtete Krise mit verheerendem Stillstand wurde verhindert, nun muss hart gearbeitet werden, 2008 gibt es die EU-Wahlen.
Der G8-Gipfel in Heiligendamm verlief hingegen ernüchternd. Man einigte sich lediglich darauf, die UNO als „Motor“ gegen die Folgen des Klimawandels zu aktivieren, auch beim Schuldenabbau für die Ent­wicklungs- und Schwellenländer gibt es nur geringe Fortschritte. Das wichtigste Projekt, der „Welt-Marshallplan“, wurde wieder nicht erörtert, geschweige denn aufgegriffen. Darüber ist Franz Fischler, der Präsident des Ökosozialen Forums, zutiefst enttäuscht.
Der Klima- und Umweltschutz hat kürzlich einen starken Fürsprecher erhalten. Es ist unser Steirer Arnold Schwarzenegger, der als Governor von Kalifornien dem US-Präsidenten George W. Bush die Stirn bietet. Nach einem kurzen Grazbesuch flog er zu einschlägigen Beratungen mit dem neuen, starken französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy nach Paris.
Die Entscheidung für die Olympischen Winterspiele 2014 in der süd­russischen Stadt Sotschi war für die Salzburger eine bittere Pille. Da wurde klar, dass sich kleine Länder in Zukunft keine Hoffnungen ­machen dürfen. Das Ja gehört den großen Ländern mit mächtigem Kapital.
Mit vielen Für und Wider ist in Österreich die Diskussion über „die beste Schule für die Zehn- bis Vierzehnjährigen“ und ein eventuelles Vorschuljahr angelaufen. Nun kommt ein gesetzlich festgelegtes Kindergartenjahr für diejenigen, die sprachliche Schwierigkeiten haben. Die Debatte bezieht sich teilweise auch auf die Ganztagsschule.
Beachten Sie bitte dazu die Beiträge von Seite 4 bis 17. Nehmen Sie sich bitte auch Zeit für das Jubiläum des Steirischen Volksbildungswerkes und für die weißgrüne Vielfalt dieser Nummer.

Für Ihr Interesse und Ihr Mitdenken dankt Ihr
Max Mayr

Prof. Max Mayr

Prof. Max Mayr:
Freude über den Erfolg des EU-Gipfels
in Brüssel und über das Schreiben,
das wir vom Präsidenten
des Europäischen Parlaments,
Prof. Dr. Hans-Gert Pöttering erhalten haben.
Foto: Martina Müller