Im Dienste der Menschen
Die steirische Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH
überrascht durch die Vielfalt ihrer Sparten |
Expertise zum Thema Klimawandel auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene? Bahnbrechende Entwicklungen im Bereich Diabetes? Neue Beschichtungstechnologien mit Nanotechnologie und Lasertechnik, welche die Wirtschaft dringend braucht? Preisgekrönte Beiträge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit? Konzepte zur wertschöpfenden Nutzung eines Abfallproduktes, indem man aus Traubentrester wertvollstes Speiseöl gewinnen kann? Hightech im Einsatz zur Analyse mittelalterlicher Handschriften?
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Der weltweite Klimawandel wird ohne den vermehrten Einsatz von Wissenschaft und Forschung nicht in den Griff zu bekommen sein. Die Forschungsgesellschaft JOANNEUM RESEARCH leistet dazu einen wichtigen, auch überregional beachteten Beitrag.

Die Volkskrankheit Diabetes kann heute sehr gut und überaus patientenfreundlich behandelt werden.
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Hon.-Prof. Dr. Bernhard Pelzl |

Mag. Edmund Müller |
Die Geschäftsführung der JOANNEUM RESEARCH setzt auf Staatsgrenzen überschreitenden Forschungstransfer. Mit dem „Jozef Stefan Institut“ Ljubljana und dem „Ruder Bockovic Forschungszentrum“ Zagreb wurden Kooperationsvereinbarungen abgeschlossen. |
Diese Vielfalt an Forschungsleistungen aus den verschiedensten Bereichen kommen tatsächlich aus einem Haus. Als eine der größten außeruniversitären Forschungseinrichtungen Österreichs forciert die JOANNEUM RESEARCH Innovation. Seit über 20 Jahren übernimmt die steirische Denkschmiede eine Brückenfunktion zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und nutzt regionale, nationale und internationale Kooperationschancen zur Stärkung des Technologietransfers für die steirische und österreichische Wirtschaft.
Das Ziel: Standort stärken
Zentraler Unternehmensauftrag war und ist die Sicherung und Stärkung des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Steiermark. Es gilt somit einerseits die Wirtschaft aktiv im Innovationsprozess zu unterstützen und andererseits jene Grundlagen zu erarbeiten, welche die Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung brauchen, um das Land in eine lebenswerte Zukunft zu führen. Dies geschieht durch so genannte Auftragsforschung (contracting) für Wirtschaft und öffentliche Hand. Vielfältige Problemstellungen, deren Lösung ein breites und fächerübergreifendes Wissen voraussetzt, werden von unterschiedlichen Auftraggebern aus der ganzen Welt an die Forscher der 14 Institute der JOANNEUM RESEARCH herangetragen.
Der Weg: Vernetzung
Die Kompetenz, die Problemstellungen auch tatsächlich zu lösen, gewährleistet die Beteiligung der Forscher der JOANNEUM RESEARCH an internationalen Projekten und ihre enge und gezielte Zusammenarbeit mit Kollegen an den Universitäten und in europäischen Forschungseinrichtungen. Diese starke Vernetzung mit internationalen Partnern stellt sicher, dass über die JOANNEUM RESEARCH stets nur Spitzen-Know-how nach Österreich fließt.
Möglich wird dies in erster Linie durch fast 400 hoch motivierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die auch dazu beitragen, die führende Position des Landes Steiermark im Bereich der Forschung auch in der EU-Region Alpe-Adria-Pannonia abzusichern. Denn heute ist der Wirtschaftsstandort Steiermark, für den die JOANNEUM RESEARCH natürlich als zu 90 Prozent im Eigentum des Landes zu wirken den Auftrag hat, in eine andere größere politische und geografische Einheit eingebettet. Enge Kooperation mit Forschungseinrichtungen in Slowenien und Kroatien sind deshalb zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Im Dienste der Menschen
„Um als Forschungseinrichtung wettbewerbsfähig zu bleiben, bedarf es stets der Erweiterung und Arrondierung der Forschungsschwerpunkte“, meint JR-Geschäftsführer Dr. Bernhard Pelzl. Globale Entwicklungen haben z. B. auch Auswirkungen auf regionaler Ebene. Beispiel Klimawandel: Forscher der JOANNEUM RESEARCH leiten nicht nur Arbeitskreise bei der internationalen Klimakonferenz und liefern Know-how für Aufforstungsprojekte in China – sie analysieren die Auswirkungen auch auf regionaler Ebene.
Ein Beispiel für die ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels liefert Dr. Franz Prettenthaler, Leiter des Grazer Standortes des Instituts für Technologie- und Regionalpolitik: „Im gesamten Alpenbogen gelten derzeit laut OECD-Untersuchung 91 Prozent bzw. 609 Gebiete von fast 700 untersuchten Skigebieten als natürlich schneesicher (in der Steiermark: 34 von 37), der Rest arbeitet derzeit bereits unter unwirtschaftlichen Bedingungen. Bei einem Temperaturanstieg von 1° C würde die Anzahl der natürlich schneesicheren Gebiete auf unter 500 fallen (Steiermark: 26), auf 404 bei 2° C (Steiermark: 17) und auf 202 bei 4° C.“ Darunter würden sich beispielsweise alle Skigebiete in Deutschland befinden, in der Steiermark würden fünf Gebiete verbleiben. In einem solchen Szenario hätten diese fünf steirischen Gebiete freilich Chancen, aus den Nachbarbundesländern Niederösterreich und Oberösterreich, denen keine solchen Gebiete „übrig bleiben“, Gäste anzulocken. |
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Aus der wunderbaren „Nano-Welt“: Mechanische Herzprothesen, die das Überleben von Patienten bis zur Transplantation des Spenderherzens sichern, konnten bisher nur außerhalb des Körpers eingesetzt werden. Um die Patienten „vom Krankenbett zu ENTfesseln“, wurde daran gedacht, das Kunstherz in den Körper zu transplantieren und zusätzlich eine kleine, kompakte Versorgungseinheit zu konzipieren. |
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Das von JOANNEUM RESEARCH mit Partnern aus Polen entwickelte Kunstherz erhielt bei der „BRUSSELS EUREKA 2004“, der „Weltmesse für Innovation, Wissenschaft und Neue Technologien“, die Goldmedaille der Jury sowie auch den „Preis der Internationalen Jury“, die höchste weltweit vergebene Auszeichnung für Erfindungen.
(Fotos: Joanneum Research) |
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