„Josef-Krainer-Heimatpreise 2007“ verliehen |
||
![]() |
Sitzend von links: Christian Thaller, Lena Angerer, Univ.-Prof. Dr. Günther Jontes und Thie Eli Ho. Stehend von links: Erster Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer, Matthias Pirker, Mag. Dr. Karl Kumpfmüller, Christian Schiester, Dipl.-Ing. Jürgen Fortin, Mag. Adrian Eröd, Pater Mag. Matthias Maier, Landeshauptmann a. D. Dr. Josef Krainer, Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer. |
|
Als einen Staatsmann, den „Weltoffenheit und Weitblick“ ausgezeichnet hatte, würdigte Erster Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer in der Grazer Burg den vor 36 Jahren verstorbenen Landeshauptmann Ökonomierat Josef Krainer, zu dessen Gedenken die „Josef-Krainer-Heimatpreise 2007“ verliehen wurden. Ganz im Sinne des Namenspatrons entschied sich die Jury für neun Persönlichkeiten, deren Wurzeln in der Steiermark, aber auch im In- und Ausland liegen. Zur Schaffung eines solchen weltoffenen Heimatbegriffes plädierte der „Visionär Josef Krainer“ schon 1959 für ein Öffnen der Grenzen, setzte sich „für die Europäische Integration ein und wandte sich gegen ein Verhungern in der Neutralität“, betonte Schützenhöfer. Lena Angerer und Christina Thaller: Lena Angerer wurde am 22. Oktober 1993 geboren und begann 1999 mit rhythmischer Gymnastik. Sie errang beim Internationalen RG-GUG-Cup im Jahr 2005 Silber in der Kategorie Einzel bzw. bei den FICEP-Games in Antwerpen Bronze. Anfang 2006 wechselte sie zum Showdance. Duopartnerin von Lena Angerer bei den European Open 2007 in Rijeka war die 14-jährige Christina Thaller. Durch hartes Training beim GUG (Gymnastiksport Union Graz) und ihre Trainerin Gudrun Posedu erreichte Christina Thaller national und international 29 Einzelpodestplätze. Anfang 2007 wechselte auch sie zum Showdance. Mit einem Europameistertitel qualifizierten sich Lena Angerer und Christina Thaller für die Weltmeisterschaften im Showdance und erreichten in der Klein- und Großgruppe jeweils Platz 2. Thie Eli Ho: Sie wurde 1968 in Peking geboren und nahm als Sechsjährige Ballettunterricht. In vielen Ländern Europas studierte sie zahlreiche Tanzarten (Jazzdance, Modern Dance, Streetdance, Hip-Hop und andere). 1997 bekam sie in Florenz ein Stipendium. Großes Talent zeigte sie bei Veranstaltungen in Russland und Frankreich, in der Steiermark bei den Landesausstellungen „Impressionismus“ 1998 in Graz und „Verkehr“ 1999 in Knittelfeld. Mit Choreographien war sie Gast bei den Special Olympics 2000 in Mureck und beim Verein „Ich bin OK“ 2006. 2002 gründete sie mit den besten Schülerinnen der eigenen Ballettschule die Tanzgruppe „Eli Ho & Dancers“. Sie erreichten acht Europameistertitel, eine Silber- und zwei Bronzemedaillen beim World Cup Dance in Portugal. Mag. Adrian Eröd: 1970 in Wien geboren. Sein Vater ist der ungarischstämmige Komponist Iván Eröd, Professor für Komposition an der Grazer Musikhochschule. Adrian Eröd studierte an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien und erhielt das George-London-Stipendium. 1998 gewann Eröd die Eberhard-Wächter-Medaille mit seiner „Billy-BUDD“-Interpretation in Benjamin Brittens gleichnamiger Oper. Zu seinem Repertoire gehören der Figaro aus dem „Barbier von Sevilla“, Dr. Falke aus „Die Fledermaus“, Guglielmo in „Così fan tutte“, der Graf in „Die Hochzeit des Figaro“. Im Laufe seiner Karriere arbeitete Eröd als Konzertsänger mit bedeutenden Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sir Simon Rattle, Riccardo Muti, Helmut Rilling und Fabio Luisi zusammen. Dipl.-Ing. Jürgen Fortin: Er wurde 1967 in Leoben geboren, studierte „Telematik und Biomedizinische Technik“ an der TU Graz. Seine Diplomarbeit hieß „Impedanz-kardiographie“. Seine Forschungen betrafen den Regulationsmechanismus des Herz-Kreislauf-Systems unter dem Titel „The heart and it’s control“. Von 1995 bis 1997 entwickelte Jürgen Fortin mit seinem Team den „Task Force Monitor“, ein Gerät, das ohne in den Körper einzudringen alle relevanten Herz-Kreislauf-Parameter wie Schlagvolumen, Blutdruck, Gefäßwiderstand für jeden Herzschlag misst. 1999 wurden die ersten beiden Geräte an die NASA verkauft. 2001 lieferte die CN-Systems als Prototyp einen Task Force Monitor für die Raumstation ISS. Mittlerweile wurden Hunderte dieser Geräte auch an Krankenhäuser im In- und Ausland verkauft. Er erhielt bisher den European Business Award (2006), den World Technology Award (2005) und den Austrian National Award of Innovation (2002). Oberarchivrat Direktor ao. Univ.-Prof. Dr. Günther Jontes: 1939 in Graz geboren. 1966 schloss er sein Studium Universitätslektor Mag. Dr. Karl Kumpfmüller: Wurde 1947 in Lambach in Ober-österreich geboren, studierte Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft, Pastoralpsychologie und Sprachen an den Universitäten Wien, Graz, Edinburgh, Krakau, Montpellier sowie Internationale Beziehungen an der Paul H. Nitze School of Advanced International Studies of The John Hopkins University, Washington D. C. Er war zunächst Universitätsassistent am Institut für Finanzwissenschaften und Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Ein Schwerpunkt stellt die Tätigkeit am Österreichischen Institut für Friedensforschung und Friedenserziehung dar, 1988 bis 2006 geschäftsführender Leiter des Grazer Büros für Frieden und Entwicklung. Errichtete an der Diözese Graz-Seckau die bundesweit erste Beratungsstelle für Wehrdienstverweigerer. Mitglied des Koordinationsausschusses der Österreichischen Friedensbewegung, die zwei Großkundgebungen in Wien mit jeweils mehr als 100.000 TeilnehmerInnen organisierte. Er unternahm mehr als 100 Studien- und Projektreisen, vor allem nach Afrika und Asien. Guardian Pater Mag. Matthias Maier: Ewald Maier wurde 1964 in Feldbach geboren. Nach der Matura trat er 1989 in den Franziskanerorden ein, 1995 erfolgte die Sponsion zum Mag. der Theologie, 1996 die Priesterweihe. „Bruder Matthias“ kümmerte sich als Guardian (Hausoberer) vor allem um das baufällig gewordene Kloster. Unter seiner Leitung erfolgte die Renovierung des Turmes, des Kircheninnenraums, der Bau einer neuen Orgel und des Pfarrsaals. Er war federführend am Kulturprojekt „Ort der Stille“ im Rahmen von „Graz 2003“ beteiligt. Demnächst soll der gesamte Klostertrakt renoviert werden. Pater Guardian gilt als das soziale und soziokulturelle Gewissen von Graz. Matthias Pirker: Wurde 1939 in Weißkirchen bei Judenburg geboren, besuchte die Hotelfachschule in Bad Gleichenberg. 1970, fünf Jahre nach der Hochzeit mit der Mariazeller Konditoren- und Lebzeltertochter Waltraud Kerner, gründete er den Mariazellerhof. 1989 begann er mit der Edelbrennerei. Er beschäftigt 90 Mitarbeiter, versendet jährlich 60.000 Lebkuchen-Kataloge mit Werbung für Mariazell. Der Familienbetrieb PIRKER hält nicht nur alte Tradition aufrecht, sondern ist auch für Innovationen bekannt. So werden rund 50 verschiedene Sorten Lebkuchen angeboten, unter anderem weltweit der erste halbfertige Lebkuchenteig zum Selberbacken. Zu den Neuigkeiten zählen Lebkuchen aus Honigbrand (Met) oder Lebkuchenlikör. 2006 erfolgte die Unternehmensübergabe an Tochter Katharina und Schwiegersohn Georg Rippel. Christian Schiester: 1967 in Mautern geboren, wog einst 100,7 kg, rauchte bis zu 60 Zigaretten täglich. Nahm 35 kg ab und wurde sportlich aktiv. Heute ist er Inhaber von 26 steirischen Landesmeistertiteln im Halbmarathon, Marathon, Berglauf und Crosslauf. Er ist zweifacher Staatsmeister im Mannschafts-Berg- und Crosslauf. Erhielt von LH Dr. Josef Krainer 1993 das Landessportabzeichen in Bronze. Beim Jungle Marathon, der 202 km durch |
||
Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise) |
||