ausgezeichnet

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mantl „Großes Gold mit dem Stern“

Hohe Bundesauszeichnungen

V. l. n. r.: Professor Günter Waldorf, Landeshauptmann Mag. Franz Voves und Chefredakteur a. D. Dr. Erwin Zankel.
Foto: Landespressedienst

V. l. n. r.: Bürgermeister Werner Gutzwar (Fürstenfeld), Ria und Konsul Kommer­zialrat Herbert Depisch, Landtags­abge­ordneter Franz Majcen und Bürgermeister Johann Urschler (Großwilfersdorf).
Foto: Robert Frankl

Maximal dreimal im Jahr wird das „Große Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark mit dem Stern“ verliehen. Rund 50 Persönlichkeiten sind Träger dieses Ehrenzeichens, des höchsten Ordens des Landes Steiermark. Em. Univ.-Prof. Dr. Dr. hc. Wolfgang Mantl, einer der anerkanntesten Politikwissenschafter unseres Landes, gehört seit kurzem zu diesem Kreis. In Würdigung seines Lebenswerkes übereichte ihm Erster Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer bei einer großen Feier im Weißen Saal der Grazer Burg „Groß Gold mit Stern“.
„Univ.-Prof. Mantl, geboren 1939 in Wien, lehrte und forschte seit 1965 an der Karl-Franzens-Universität, war Motor der Grazer Schule der Politikwissenschaft und hat unsere Landeshauptstadt zu einem verfassungs- und demokratiepolitischen Kompetenzzentrum Österreichs gemacht. Univ.-Prof. Mantls Leistungen nachzuzeichnen, würde jeglichen Rahmen sprengen“, so Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer.
Von 1991 bis 1998 war Dr. Mantl Vorsitzender der Expertenkommission „Alpen-Adria“ der Steiermärkischen Landesregierung, von 1998 bis 2004 Obmann eines Beirates für europäische Integrationsforschung. „Er wurde zum Vordenker der Zukunftsregion, war treibende Kraft des Media-Clusters“ und lehrt eine Woche im Jahr an der ukrainischen Universität Lemberg.

Mantls neueste Publikation „Politikanalysen. Untersuchungen zur pluralistischen Demokratie“ stellte einer seiner Schüler, Univ.-Prof. Dr. Joseph Marko, vor. Der Autor macht deutlich, wie sich politische Einrichtungen (Parlament, Parteien und das Wahlrecht) in den letzten 40 Jahren veränderten.

Elf verdiente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens standen im Mittelpunkt eines Festaktes im Weißen Saal der Grazer Burg. In Würdigung ihrer Verdienste überreichte ihnen Landeshauptmann Mag. Franz Voves die von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer verliehenen hohen Bundesauszeichnungen. „Wenn wir in unserer heutigen Zeit jemandem ein Ehrenzeichen verleihen, so ehren wir damit die Persönlichkeit, die Tatkraft und den besonderen Einsatz derjenigen, die sich um unser Land und seine Menschen verdient gemacht haben“. Zu den Geehrten gehörten auch drei Vertreter, die in der Kunst, im Journalismus und in der Wirtschaft große Leistungen erbracht hatten. Der 1924 geborene Maler und Grafiker Professor Günter Waldorf war Mitbegründer der Künstlervereinigung „Forum Stadtpark“ 1959 in Graz. Dr. Erwin Zankel, ehemaliger Chefredakteur der „Kleinen Zeitung“, nahm mit seinen Kommentaren oft Einfluss auf das politische Geschehen, er startete auch die legendäre Rubrik „Hakelzieh’n“ und war Gründer der Online-Redaktion.
Honorarkonsul Kommerzialrat Ing. Herbert Heinrich Depisch gelang es in Fürstenfeld, aus der Firma „DECO-
Metall“ ein europäisches Zentrum des Erz- und Mineralienhandels zu schaffen. Das Familienunternehmen unterhält heute Geschäftsverbindungen mit 40 Staaten.

Großes Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
o. Univ.-Prof. Dr. Hartmut Kahlert, Graz

Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Honorarkonsul Kommerzialrat Ing. Herbert Depisch, Fürstenfeld.

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse
Professor Günter Waldorf, Graz

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst
Oberstudienrat Professor Mag. art. Heinrich J. Pölzl, Graz
Architekt Dipl.-Ing. Erich Schifko, Graz

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Oberstudienrat Dr. Wilfried Melichar, Lieboch
Chefredakteur a. D. Dr. Erwin Zankel, Graz

Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich
Ehren-Brandrat Franz Gerngroß, Vorau
Kommerzialrat Wolfgang Reinprecht, Gratwein
Bürgermeister Bernd Rosenberger, Bruck an der Mur

Goldene Medaille für Verdienste um die Republik Österreich
Anton Kohl jun., Kaindorf bei Hartberg

V. l. n. r:: Erster Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mantl mit Gattin Dr. phil. Maria Mantl.
Foto: Fischer


Menschenrechtspreis
Erstmals wurde in Graz der Menschenrechtspreis an drei Persönlichkeiten vergeben, die einen großartigen Einsatz erbracht haben. Daniela Grabovac, die Gründerin der Organisation Helping Hands, die Opfer von Diskriminierung und Rassismus betreut, bekam den Preis in der Kategorie „Menschenrechte vor Ort“. Agnes Truger, die sich für Roma in der Slowakei einsetzt, wurde für „Menschenrechte über Grenzen hinaus“ geehrt. Sie wirkte als Projektreferentin von „Welthaus Diözese Graz-Seckau“ und war bei der Übersiedlung von Roma aus einem Ghetto in Detva aktiv tätig.
Für sein Lebenswerk wurde Konsul David Kurt Brühl, der sich als Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde um das Einvernehmen zwischen der Jüdischen Gemeinde und der Stadt Graz bemüht, ausgezeichnet. Zu seinem Lebenswerk zählen die Sanierung des Jüdischen Friedhofs und die Wegbegleitung der Stadt Graz bei der Wiedererrichtung der neuen Synagoge.
Forschungspreise des Landes
Preise in drei Kategorien wurden im Weißen Saal der Grazer Burg von Wissenschaftslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder an zwei Fachbuchautorinnen und einen Mathematiker vergeben.
Als Leiterin des Schlosses Eggenberg hatte Dr. Barbara Kaiser einen wissenschaftlichen Band mit dem Titel „Monographie Schloss Eggenberg“ verfasst. Für dieses umfassende Werk erhielt sie
den „Erzherzog-Johann-Forschungspreis 2007“. Das Buch vermittelt verständliche Erklärungen über die komplexe Bildwelt des frühneuzeitlichen Schlosses und bietet eine hervorragende Zusammenschau betreffend Gebäude, Ausstattung und Gärten sowie über Auftraggeber und Künstler.
Mit dem Buch „Gotteslehrerinnen. Weise Frauen und Frau Weisheit im Alten Testament“ vervollständigt Univ.-Prof. Dr. Irmtraud Fischer vom Institut für Alttestamentliche Bibelwissenschaften eine Trilogie, der schon die Bände „Gottesstreiterinnen“ und „Gotteskünderinnen“ vorausgegangen sind. Sie zeigt in diesem auch für Nichtexperten gut lesbaren Buch auf, dass das Alte Testament zwar einer patriarchalen Kultur entstammt, jedoch erstaunlich viele Geschichten über starke Frauen erzählt. Sie erhielt den „Forschungspreis des Landes Steiermark“.
Den „Förderungspreis des Landes Steiermark 2007“ erhielt Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Hansjörg Albrecher vom Institut für Mathematik der TU Graz. Er hat eine Studie über Ruinwahrscheinlichkeiten für Versicherungen erarbeitet: Was passiert, wenn auf Grund von Naturkatastrophen untypisch viele und hohe Schadenszahlungen zu leisten sind?
 

BürgerInnen der Stadt Graz
Bischofsvikar Gottfried Lafer, Restaurator Friedrich Steiner, Präsident Curt Schnecker, Diplomdolmetsch Dr. Johann Tanos, Direktor Fritz Maitzen, Prof. Fritz Haselwander, Ing. Rudolf Ziegelbecker, ao. Univ. Prof. Dr. Gertrud Simon, Irene Rodriga Sieber, Univ.-Prof. Dr. h. c. Otto Kolleritsch.
Berufstitel
Die von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer verliehenen Berufstitel hat LH Mag. Franz Voves in der Grazer Burg überreicht. In Zukunft können der Maler Franz Yang-Mocnik, Naturschützer Univ.-Doz. Dr. Johann Gepp und Landeschorleiter Ernst Wedam den Professor
vor ihren Namen setzen. Ein Titel, der in der Steiermark schon lange nicht mehr verliehen wurde, ist der des Kammerschauspielers. Ernst Prassel, seit 30 Jahren Publikumsliebling im Grazer Schauspielhaus, wird ihn nunmehr tragen.
 

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