| Hermann Schützenhöfer „Weißgrüne Gemeindekooperationen im Mittelpunkt" |
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Der Wettbewerb „Zukunftsgemeinde Steiermark“ im Jahr 2007 stand unter dem Motto „Beste Gemeindezusammenarbeit“. Bekanntlich liegt mir die verstärkte gemeindeübergreifende Zusammenarbeit in lebenswerten Kleinregionen sehr am Herzen, weshalb ich gemeinsam mit dem Steirischen Volksbildungswerk diesen Wettbewerb initiiert habe. Und ich war über die rege Teilnahme sehr erfreut: Insgesamt haben sich 321 Gemeinden aus 38 Regionen um eine Auszeichnung als Zukunftsgemeinde beworben. Es gab insgesamt 66 detaillierte Einreichungen! Auf Grund der hochwertigen Einreichungen war die Auswahl der auszuzeichnenden Gemeinden besonders schwer. Ich bedanke mich bei der Jury für diese Arbeit – sie hat sich diese Auswahl sicher nicht leicht gemacht. Meine persönliche Meinung ist, dass sich alle Gemeinden, die teilgenommen haben, eine Auszeichnung verdienen. Da aber nicht alle Teilnehmer prämiert werden können, ist es mir ein besonderes Anliegen, in dieser Sonderausgabe der „steirischen berichte“ neben der ausführlichen Darstellung der Prämierten zumindest auch alle Gemeindekooperationen, die am Wettbewerb teilgenommen haben, zu erwähnen. Wie die vielen Beispiele zeigen, ist jede Nennung berechtigt, denn die Gemeindezusammenarbeit in der Steiermark wird bereits vielfältigst gelebt! Obwohl die Bildung der Kleinregionen noch nicht abgeschlossen ist, haben sich bereits 17 Kleinregionen für die Prämierung beworben. Drei davon wurden ausgezeichnet, wobei die Jury dem aktuellen Thema Klimawandel und den diesbezüglichen Aktivitäten der „Ökoregion Kaindorf“ einen besonderen Stellenwert eingeräumt hat. Die Ökoregion Kaindorf ist ein gelungenes Beispiel, wie man auf Kleinregionsebene gemeinsam mit den Bürgern dem Klimawandel begegnen kann. Ich habe mir daher erlaubt, die beim Wettbewerb eingereichte Unterlage dieser Kleinregion bei einem Vortrag zum Thema Klimaschutz Anfang Dezember 2007 vor EUKommissarin Dr. Benita FerreroWaldner und hochrangigen Vertretern der EUKommission in Brüssel zu verwenden. Die höchste Zahl an Einreichungen kam beim Thema „Gemeindekooperationen“, hier wurden 28 Bewerbungen abgegeben und die Beurteilung durch die Jury war dementsprechend schwierig. Das Votum war aber trotzdem einstimmig: Das „Almenland“ bestach mit seinem durchdachten Konzept, der erfolgreichen Marke und den vielen umgesetzten Kooperationen. Bei den 14 eingereichten gemeindeübergreifenden Volkskulturinitiativen konnten die „Museen und Sammlungen im Vulkanland“ punkten, die laut Jury gut vernetzt sind, auch kleinere Museen in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stellen und die einzelnen Museen gemeinsam bewerben und vermarkten. Die bestehende, erfolgreiche VulkanlandGemeindekooperation wurde nicht gewertet, aber deren Obmann LAbg. Ing. Sepp Ober zu Recht von der Jury als verdiente Persönlichkeit für seine jahrelange Beharrlichkeit ausgezeichnet. Mein besonderer Dank für die erfolgreiche Abwicklung dieses Wettbewerbs gilt den ehrenamtlichen Mitgliedern der Jury so wie dem Volksbildungswerk, allen voran Präsident Prof. Dr. Kurt Jungwirth, Landesgeschäftsführer Kamilo Hörner sowie dem Hauptverantwortlichen dieses Projektes Mag. Gerald Gölles. Gemeinsam mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Gemeindefunktionärinnen und funktionären werde ich in meiner Funktion als Landeshauptmannstellvertreter, Gemeinde und Volkskulturreferent den von mir initiierten „weißgrünen Weg“ der Gemeindezusammenarbeit in lebenswerten Kleinregionen weitergehen und bin zuversichtlich, dass sich im Laufe des Jahres 2008 alle Gemeinden in rund 80 Kleinregionen wiederfinden werden. Immerhin haben sich bis zum jetzigen Zeitpunkt 69 Kleinregionen mit 420 Gemeinden gebildet. Unser Prinzip bei der Bildung von Kleinregionen ist die Freiwilligkeit, da nur das zusammenfinden kann, was zusammenfinden will. Um eine Rechtssicherheit zu bieten, wollen wir die Kleinregion landesgesetzlich in der Gemeindeordnung und in der Raumordnung verankern. Motivierend können wir insofern wirken, als in Zukunft auch die Förderstrukturen des Landes auf die Kleinregionen abgestimmt werden sollen. Auf Grund des Erfolges des Zukunftsgemeindewettbewerbes werde ich diesen auch im Jahr 2008 zusammen mit dem Volksbildungswerk fortführen. Dabei sollen jene Kleinregionen im Mittelpunkt stehen, die der regionalen Identität, Regionalwirtschaft und Volkskultur sowie dem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen eine besondere Bedeutung zumessen. Ich ersuche auch in diesem Jahr um zahlreiche Teilnahme – und freue mich schon auf die Einreichungen der steirischen Kleinregionen und die Prämierungsfeier in der Grazer Burg. Ein herzliches Glückauf! Ihr Landeshauptmannstellvertreter |
Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer: Zusammenarbeit muss Vorrang haben. |
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Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise) |
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