Mit dem Rad zur Nummer 1
Die Steiermark hat ein klares Ziel vor Augen: Sie will Österreichs Radland Nummer 1 werden! |
Um das zu erreichen, haben wir uns das Ziel gesetzt, den Radverkehrsanteil steiermarkweit von heute 6 Prozent bis zum Jahr 2012 zu verdoppeln.
Dies kann gelingen, indem man das Rad als alltagstaugliches Verkehrsmittel vermehrt bekannt macht. Die Verkehrsabteilung des Landes Steiermark hat aus diesem Grund bereits 2007 mit dem Schwerpunkt „Das Rad im Alltag“ begonnen. Kaum eine Aktion im Verkehrsbereich bringt den Menschen dabei so viel Nutzen. Das Rad ist schnell, um-weltschonend, günstig und fördert die Gesundheit. Damit ist das Rad nicht nur ein Freizeitverkehrsmittel, sondern bietet auch im Alltag zahlreiche Vorteile.
Dass die Steirerinnen und Steirerschon seit jeher ein Volk der RadfahrerInnen waren, bezeugt das Tourenbuch Steiermark für Radfahrer, das 1889 das erste Mal erschienen ist. Viele Wege im Alltag, zur Arbeit, zum Einkaufen und Behördenwege wurden damals mit dem Rad noch auf schlechten Schotterstraßen zurückgelegt. Mit der Zunahme der Motorisierung hat das Rad jedoch immens an Bedeutung verloren.
Erst mit dem in den 1980er-Jahren einsetzenden Umwelt- und Gesundheitsbewusstsein wurde das Fahrrad als Sport- und Freizeitgerät bzw. als Verkehrsmittel wiederentdeckt.
Die Steiermark ist schon bislang einen erfolgreichen Weg in Sachen Radverkehr gegangen und auch in Zukunft möchten wir die bisherige Linie weiterverfolgen.
So ist die Steiermark das erste Bundesland Österreichs, das sich für seine Aktivitäten beim Thema „Rad“ von der EU zertifizieren hat lassen. Mit diesem BYPAD-Zertifikat ordnet sich die Steiermark ins Netzwerk aus über 100 Städten und Regionen Europas ein. Bereits im Juni 2007 wurde diese Zertifizierung vorgenommen. Die Idee des „BYPAD“, hinter der der europäische Radfahrerdachverband ECF (European Cyclists Federation) steht, ist die Definition des Radverkehrs als dynamischer Prozess. Unter Einbindung aller Befassten von Politik, Verwaltung und NGOs geht es darum, die Qualität für Radfahrer laufend zu verbessern. Um diese Verbesserungen zu erreichen, wurden zahlreiche Projekte definiert, die teilweise auch im Rahmen des Schwerpunktjahres „Das Rad im Alltag“ 2007/2008 realisiert werden.
Ein weiteres Beispiel für den bis dato schon erfolgreichen Weg der Steiermark in Sachen Radverkehr ist der Ausbau der Radwege: Gut ausgebaute Radwege heben nicht nur die Verkehrssicherheit und tragen zu einer umweltfreundlichen Mobilität bei, Radfahren und Radwandern sind mittlerweile auch zum fixen und unverzichtbaren Bestandteil im heimischen Tourismus geworden. Im Endausbau soll das steirische Hauptradwegenetz 2440 km aufweisen. Bis dato wurden seit 1989 75 Millionen Euro in den Ausbau und die Gestaltung der Radwege investiert. Somit ist das bestehende und verkehrswirksame Netz ein bedeutender Bestandteil der Verkehrsinfrastruktur der Steiermark. Auch 2008 werden weitere 105 km gebaut bzw. befinden sich zusätzliche 400 km in Planung.
Dass der touristische Radwegebau aber nur ein Teilbereich des Themas „Radfahren“ ist, zeigen die positiven Zahlen, die der Schwerpunkt „Das Rad im Alltag“ im Jahr 2007 bereits bewirkt hat. So wurden steiermarkweit28 Millionen Kilometer mehr geradelt als 2006. Dies entspricht einer Steigerung von 16 Prozent, wobei gleichzeitig 4480 t CO2 eingespart werden konnten. Die Projekte und Initiativen wurden und werden in Zusammenarbeit mit Verkehrsexperten der Verkehrsabteilung des Landes Steiermark, der Radfahrinitiative ARGUS – Die Radlobby und der Forschungsgesellschaft Mobilität (FGM) sowie interessierten Fahrradexperten umgesetzt.
Beispielhaft sind nun einige der Projekte angeführt, die im Rahmen des Schwerpunktjahres 2007 realisiert wurden:
Fahrradklimatest in steirischen Gemeinden
Die umfassendste RadfahrerInnen-Umfrage, die es in der Steiermark jemals gab, fand in steirischen Bezirkshauptstädten und Gemeinden im Herbst 2007 statt. 1634 steirische RadfahrerInnen wurden zu ihrer Zufriedenheit mit dem Radwegenetz in ihrer Gemeinde befragt und gaben Auskunft zu den Themen Sicherheit, Wohlbefinden, Gefahren und Ängste. Somit wurde erstmals eines der wichtigsten Instrumente eingesetzt, die Bewertung des Radverkehrssystems direkt durch seine NutzerInnen, die RadfahrerInnen. Verbesserungsvorschläge wurden u. a. in den Bereichen Abstellanlagen, Beschilderung und Schneeräumung gemacht.
Mag. Michael Koren (Auszug) |

Landesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder

Foto: FGM |
Die
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