kunst und kultur

AVL List GmbH
Hightech und Kunst

Die AVL List konnte mit einem Zündlaser, der in Verbrennungsmotoren der Zukunft die Zündkerzen ersetzt und so zu einem effizienteren Verbrennungsvorgang führt, zwei bedeutende steirische Preise gewinnen: den „Fast-Forward-Award“ der Steirischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft sowie den „Primus“, ein großer Preis der steirischen Wirtschaft, der 2007 zum ersten Mal vergeben wurde.
Auch beim Hybridantrieb, der international als neue Möglichkeit gesehen wird, die Umwelt zu entlasten, ist das Unternehmen an vorderster Front. Bei der Tagung „Motor & Umwelt“, an der 340 Fachleute aus 17 Nationen teilnahmen, diskutierte man Entwicklung und Serieneinführung von Hybridkonzepten. Prof. Helmut List, CEO der AVL, sieht darin „große Gestaltungsräume zwischen Fahrerlebnis, Wirtschaftlichkeit und Umwelt“. „Motor & Umwelt“ wurde von AVL bereits 1988 als unabhängige, neutrale und internationale Plattform ins Leben gerufen, um die interdisziplinäre Diskussion über Fragen der Motoren- und Fahrzeugtechnologie im breiteren gesellschaftlichen Kontext zu fördern.
Das steirische Unternehmen AVL kann auf eine stolze Erfolgsbilanz zurückblicken. 1948 schlossen sich unter der Führung von Prof. Dr. Hans List, dem Vater von Helmut List, mehrere Fachleute für Dieselmotorenbau zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammen. Die IBL (Ingenieurbüro List) war gegründet.
Aus der IBL wurde 1951 die AVL, Anstalt für Verbrennungskraftmaschinen List.
1960 entwickelte die AVL, vorerst für den Eigenbedarf, Motorenmessgeräte wie Quarzdruckaufnehmer, Überwachungs- und Steuergeräte usw. – die AVL Messtechnik war geboren.
Den ersten vollautomatischen digitalen Prüfstand gab es 1969. Seither reißt die Erfolgskette nicht ab. Als weltweit größtes privates und unabhängiges Unternehmen für die Entwicklung von Antriebssystemen mit Verbrennungsmotoren sowie Mess- und Prüftechnik beschäftigt AVL weltweit mehr als 3600 Mitarbeiter bei einem Umsatz von über 500 Millionen Euro.
Für Prof. Helmut List ist die Kunst ein wichtiger Teil der Unternehmenskultur. So wurde 2003 durch die Zusammenarbeit der Styriarte, des „steirischen herbstes“ und Graz 2003 – Kulturhauptstadt Europas eine abbruchreife Fabrik zur neuen Helmut-List-Halle umgestaltet, die auf Grund ihrer Verbindung von akustischer Brillanz und räumlicher Flexibilität auf 1600 m2 bespielbarer Fläche Raum für bis zu 2000 Personen und unterschiedlichste Veranstaltungen bietet. Nikolaus Harnoncourt war der prädestinierte Ratgeber.
Am 21. November 2007 gründete die Familie List die „Cultural Foundation“. Der Aufgabenbereich dieser Foundation erstreckt sich von der Verknüpfung der wissenschaftlichen Leistungen der AVL mit Kunst bis zur Förderung zeitgenössischer Kunst und international bedeutsamer Klassik. Der Beirat wird von Prof. List angeführt, als Geschäftsführer fungieren Kathryn List und DI Michael Ksela. Großes Interesse an der Foundation zeigte auch Valery Gergiew, der mit einem Sinfoniekonzert des Mariinsky Orchesters, St. Petersburg, im Oktober 2007 einen glanzvollen Höhepunkt bot.
Der „steirische herbst“, der in der Helmut-List-Halle eine fixe Spielstätte hat, ließ diese beim Eröffnungsprojekt 2007 als Instrument erklingen.
2008 bringt die Styriarte in diesem Raum das gewaltige Mozart-Werk „Idomeneo“, bei dem Maestro Nikolaus Harnoncourt nicht nur dirigiert, sondern auch Regie führt. Bei der „Langen Nacht des Meeres“ trifft sich die Elite der deutschsprachigen Schauspieler und Schauspielerinnen, um Meeresgeschichten der Weltliteratur zu erzählen. So ergibt die Welt der Technik und der Kunst eine perfekte Synergie.

Prof. Max Mayr

Kathryn und Helmut List.


Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellhinweise)