In der letzten Nummer der „steirischen berichte“ musste ich schon mitteilen, dass Prof. Max Mayr auf Grund einer Erkrankung leider nicht in der Lage war, das Heft zu gestalten. Auch für diese Nummer hat Mag. Gerald Gölles vom Steirischen Volksbildungswerk die Gesamtleitung übernommen.
Prof. Mayr wünschen wir beste Gesundheit. Er wird uns zwar nicht als Chefredakteur, wohl aber als Verfasser von Artikeln und als berufener Ratgeber weiterhin zur Verfügung stehen. Es ist kein Abschied, wenn ich doch an dieser Stelle an seine bisherige großartige Tätigkeit für die „steirischen berichte“ zurückdenke.
Als im Herbst 1967 Erich Gschwend starb, erging an mich - ich war noch nicht politisch tätig - der Ruf, die Leitung der „steirischen berichte“ zusammen mit Max Mayr und Johannes Koren zu übernehmen. Im unruhigen Jahr 1968 warfen wir uns mit so viel Engagement in die neue Aufgabe, dass wir schon ein Jahr später den „Österreichischen Staatspreis für journalistische Leistungen im Interesse der Jugend“ erhielten. 1970 wurde ich zu meiner Überraschung in die Landesregierung berufen. Friedrich Waidacher wurde mein Nachfolger in der Redaktion, schied aber zwei Jahre später aus, als er die Leitung des Joanneums übernahm, Johannes Koren wurde Pressechef der Handelskammer, also berief man 1972 Gerald Schöpfer zum Chefredakteur. In dieser Position wurde er 2004 von Max Mayr abgelöst, der seinerseits von Herta Mayr tatkräftig unterstützt wurde.
Der Vollblutjournalist Max Mayr war von 1967 bis heute dabei, weitestgehend für Inhalt, total für Gestaltung verantwortlich. Was das Gespann Schöpfer-Mayr über mehr als drei Jahrzehnte mit geringen finanziellen Mitteln leistete, bleibt phänomenal.
Die „steirischen berichte“ haben sich in jeder Nummer einem Thema gestellt, das sie aus steirischer Sicht, aber auch aus dem Blick in die Weite behandelten. Sie begleiteten kulturpolitische Ereignisse wie die großen Landesausstellungen und die großen Steirischen Akademien, den „steirischen herbst“ und die Styriarte, ohne Kulturarbeit an der Basis im Lande zu übersehen. In ihrer Gesamtheit bleiben die Hefte eine Fundgrube zur Zeitgeschichte mit kulturellem Hintergrund.
Ich danke Max Mayr herzlich für sein bisheriges Wirken und wünsche ihm beste Genesung. Für dieses und die zukünftigen Hefte der „steirischen berichte“ hoffe ich auf freundliche Aufnahme durch das Publikum.
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Kurt Jungwirth,
Obmann des Steirischen Volksbildungswerkes

Foto: Amsüss |