| „Eure kaiserliche Hoheit – theurer, liebster, bester Mann.“ Anna Plochl und Erzherzog Johann |
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Die Beziehung zwischen Erzherzog Johann und Anna Plochl ist mit Sicherheit die bekannteste Liebesgeschichte der Steiermark, birgt sie doch alle Bestandteile einer märchenhaften Romanze in sich: Ein Kaisersohn und eine Postmeisterstochter verlieben sich ineinander, trotzen im ländlichen Idyll allen Widerständen und dürfen nach jahrelanger Prüfung endlich den Bund für das Leben schließen. |
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Spätestens seit dem Kinofilm „Erzherzog Johanns große Liebe“ war dieses kitschig-süße Bild in einer breiten Öffentlichkeit festgeschrieben. In der Realität zeigte sich die Beziehung des Habsburgers zu seiner mehr als 20 Jahre jüngeren Gefährtin aus dem Bürgerstand freilich viel facettenreicher und mit einer Reihe von Problemen belastet, unter denen vor allem die junge Frau zu leiden hatte. Die Postmeisterstochter Nanni Anna Maria kam als ältestes Kind des Postmeisters Jakob Plochl und seiner Frau Maria Anna, geb. Pilz, am 6. Jänner 1804 in Aussee zur Welt. Sie hatte zwölf Geschwister, wobei ihre Mutter nach der Geburt des jüngsten Kindes 1821 verstarb. Familie Plochl besaß in Aussee ein bürgerliches Haus und galt als durchaus angesehen. Erzherzog Johann lernte die Postmeisterstochter im Sommer 1819 am Toplitzsee kennen und fand an dem jungen Mädchen Gefallen. Im den folgenden Jahren trafen die beiden immer wieder zufällig zusammen und kamen einander näher. Im Sommer 1822 tat der Habsburger schließlich den entscheidenden Schritt und erklärte sich der Bürgerstochter. Die Verbesserung seiner finanziellen Situation durch eine Erbschaft sowie der Ankauf von Realitäten in Vordernberg trugen daran nicht unwesentlichen Anteil. Nachdem sich das Paar bald einig war, suchte Johann Anfang 1823 bei seinem kaiserlichen Bruder, Franz I., um die Heiratserlaubnis an. Der Kaiser erteilte zwar seine grundsätzliche Zustimmung, wollte die Heirat jedoch bis auf Weiteres aufgeschoben wissen. |
Anna Freiin von Brandhofen.
Herrenhaus in Vordernberg
Johann, Anna und beider Sohn Franz. |
Zeitgenössische Genre-Darstellung „Anna als Postillion“ |
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Elke Hammer-Luza |
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Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellung) |
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