Die Pflanzenwelt im Trockenen
Das Herbarium am Landesmuseum Joanneum und seine
Bedeutung für die Forschung
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„8000 getrocknete Pflanzen in 60 großen Foliobänden“ überließ Erzherzog Johann im Jahr 1811 dem Joanneum und begründete damit das Herbarium des Landesmuseums. Schnell wuchs die Sammlung, insbesondere durch zahlreiche Schenkungen, an. Das Herbarium diente anfänglich – wie übrigens das gesamte Joanneum – vor allem der Ausbildung und Forschung, oder, wie es der Gründer selbst formulierte, „zum Behufe praktischer Studien gemeinnütziger Wissenschaften, und zur Bildung der Jugend“.
Ein Herbarium ist eine Sammlung konservierter, meist gepresster und getrockneter Pflanzen, die jeweils auf einem Papierbogen aufgeklebt sind. Ein Etikett mit der Information von wem, wann und wo die jeweilige Pflanze gesammelt wurde, macht aus der getrockneten Pflanze einen Herbarbeleg, ein für die Wissenschaft wertvolles Dokument. Bei entsprechender Aufbewahrung und sorgsamem Umgang sind Herbarbelege unbegrenzt haltbar.
Im Laufe der Zeit wuchs das Herbarium durch Ankäufe, die Sammeltätigkeit von angestellten Botanikerinnen und Botanikern sowie durch zahlreiche Schenkungen von seiner Gründung bis heute auf rund 500.000 Belege an. Und es wächst weiter - noch immer hauptsächlich im Rahmen von Schenkungen.
Beispielhaft seien hier etwa die mit 80.000 Belegen von Moosen besonders umfangreichen Sammlungen von Johann Breidler und Julius Glowacki genannt.
Anfänglich wurden Pflanzen zu Lehr- und Lernzwecken getrocknet und gepresst. Dank dieser Technik konnten Schüler die Merkmale einer Pflanze im direkten Vergleich zu ähnlichen Arten studieren, und Lehrer verfügten - unabhängig von der Jahreszeit - über Anschauungsmaterial für den Unterricht. Herbarbelege, insbesondere solche von Pflanzen aus fernen Ländern, dienten (und dienen immer noch) als Vorlagen für botanische Illustrationen in wissenschaftlichen Werken. |
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„Carex firma. Steifes Riedgras. Gesammelt auf dem Pfitschjoch und dem Zemergebirge im Julius 1802.“ Einer der rund 8000 ersten Herbarbelege des Joanneums.
Foto: Landesmuseum Joanneum |
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Die
vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen
berichte". (Bestellung)
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