| Tunnelbau auf Österreichisch TU Graz und Montanuniversität Leoben starten gemeinsamen Lehrgang |
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Ob Sie mit der U-Bahn in Wien, London, Washington oder São Paolo unterwegs sind, Sie fahren durch einen Tunnel, der mit Hilfe der Neuen Österreichischen Tunnelbaumethode errichtet wurde, im internationalen Sprachgebrauch als NATM -– New Austrian Tunneling Method - bekannt. Es könnte auch ein Eisenbahn-, Kraftwerks- oder Autobahntunnel sein. Oder der in Bau befindliche Gotthard-Tunnel in der Schweiz, der mit 57 Kilometer Länge der längste Tunnel der Welt sein wird. Oder der zweiröhrige Koralmtunnel zwischen Graz und Klagenfurt, der mit seiner beachtlichen Länge von 32,8 Kilometer voraussichtlich 2017 fertig sein wird, als Teil der adriatisch-baltischen Achse von Venedig nach Gdansk in Polen. Etwa 50 Prozent aller Tunnel weltweit werden „auf österreichische Art“ erbaut. |
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Pionier aus St. Kunigund Neu ist relativ. Einer der Pioniere war Ladislaus von Rabcewicz, der, 1893 in St. Kunigund bei Marburg geboren, in Graz und Wien Bauingenieurswesen studierte. Er war beim Eisenbahnbau in Java und in der Türkei tätig, beim Kraftwerksbau in Reutte in Tirol, anschließend im Iran, wo er es zum Chef der Bahnerhaltung der Persischen Staatseisenbahnen brachte. Die Kluft zwischen Theorie und Praxis Sicher und kostengünstig Jeder beliebige Tunnelquerschnitt kann mit dieser Methode ausgebrochen, „vorgetrieben“, werden und wird sofort durch Spritzbeton gesichert. Mitte 1950 war die Technologie des Spritzbetons so weit entwickelt, dass er für diese Bauvorhaben geeignet war. Weder Verschalungen noch riesige Tunnelbohrmaschinen waren mehr notwendig. Mit dem Bau sind immer Verformungen des Gebirges verbunden, die ständig messtechnisch überprüft werden. Danach richtet sich der Einsatz von Stützmitteln, wobei der Baugrund mitgenutzt wird, um den Hohlraum zu stabilisieren. Sicherheit und Wirtschaftlichkeit machen den großen Erfolg dieser Methode aus. |
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Eisenbahntunnel durch den Wienerwald, in Fertigstellung. Foto: Schubert |
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Gertraud Hopferwieser
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Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellung) |
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