Der Zufall machte ihn zum Prinzen der Steirer

 

Weit über die grüne Mark hinaus weiß man um die Verdienste des Erzherzogs für sein geliebtes Steirerland, doch weniger bekannt ist der von Zufällen geprägte Weg zu dieser ungewöhnlichen Liebe.

 


Blick über Florenz, eine Stadt am Fluss Arno, die für ihre Kunst und Kultur bekannt ist.
Foto: kk

 

Johann Baptist von Habsburg-Lothringen, besser bekannt als Erzherzog Johann von Österreich oder als „steirischer Prinz“, erblickte am 20. Jänner 1782 im Palazzo Pitti in Florenz das Licht der Welt. Sein Vater, der Großherzog Leopold von Toskana, war ein Sohn Maria Theresias. Maria Ludovica von Bourbon-Parma, seine Mutter, war die Tochter König Karls III. von Spanien, und schenkte 16 Kindern das Leben. Johann war das 13. Kind der beiden. Seinen Namen verdankte Johann dem Stadtpatron von Florenz, Johannes dem Täufer. Die Taufpaten waren ein armer Florentiner Bürger und ein Kapuzinermönch.
Seine Kindheit verbrachte Johann teilweise auf den Lustschlössern der Familie in der Toskana und im Palazzo Pitti, unweit der herrlichen Boboli-Gärten. Somit stellte die Natur schon von Kindesbeinen an ein wichtiges Element im Leben des späteren Erzherzogs dar.

Die Jugendjahre des Prinzen

Erst im Alter von fünf Jahren erlernte Johann die deutsche Sprache, bis dahin sprach er Italienisch und Französisch. Mit sechs Jahren erhielt er von unterschiedlichen Personen Unterricht. Neben Pädagogen übernahmen auch frühere Heeresangehörige die Erziehung des Prinzen und gaben ihm Einblicke in naturwissenschaftliche und physikalische Bereiche.
Mit dem Tod Kaiser Josephs II. übernahm Johanns Vater Leopold 1790 die Kaiserkrone, und die Familie musste nach Wien übersiedeln. Bald darauf starben Johanns Eltern, und der junge Erzherzog lernte die strenge Schule seines um 14 Jahre älteren Bruders Franz kennen, der zum deutschen Kaiser gewählt wurde. Er ließ seine jüngeren Geschwister unterrichten; Strenge statt Zuwendung und Liebe standen nun an der Tagesordnung.


 
Patrizia D’Alessandro
 

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellung)