Ökonomie und Ökologie als Erfolgsstrategie der Zukunft

 

Die steirischen berichte im Gespräch mit Landesrat Johann Seitinger

 

„In der Steiermark mündet das Miteinander von Ökonomie und Ökologie in konkrete Arbeitsplätze und umgesetzte Zukunftskonzepte“, so Landesrat Johann Seitinger.
Foto: Land Steiermark

steirische berichte: Herr Landesrat Seitinger, Ihr „Lebensressort“ und „Green Jobs“, das passt ja so gut zusammen wie weiß-grün und die Steiermark.

Landesrat Johann Seitinger: Ja, das kann man mit gutem Gewissen so sagen. Faktisch in allen Bereichen meines Ressorts zeigt sich täglich von neuem, dass das Miteinander von Ökonomie und Ökologie die Erfolgsstrategie der Zukunft ist. In den Köpfen vieler Menschen ist der Lebenslandesrat natürlich unverändert der Agrarlandesrat, auch wenn meine Verantwortung weit über den landwirtschaftlichen Bereich hinaus geht.
Ich spreche dennoch bewusst unsere Bäuerinnen und Bauern zu Beginn an, denn diese arbeiten schon seit Jahrhunderten mit den und für die Grundlagen der Natur. Das sind sozusagen „Green Jobs“, die viel älter sind als dieser Begriff.

steirische berichte: Auf Ihrer Visitenkarte steht neben der Land- und Forstwirtschaft noch Wohnbau, Wasserwirtschaft, Abfallwirtschaft und Nachhaltigkeit. Welche Potenziale für Green Jobs werden hier genutzt?

LR Johann Seitinger: Vorweg: Wenn wir von Green Jobs sprechen, sollten wir im Mittelpunkt immer den Aspekt Arbeitsplatz haben. Sozial ist, wer Arbeit schafft, gerade in Zeiten der Krise kann und darf die Politik kein wichtigeres Ziel haben.
Wir sind hier auch wirklich gut unterwegs. Durch die Ökologisierung der Wohnbauförderung beispielsweise sind im Jahr 2009 rund 10.000 solcher Green Jobs geschaffen worden. Vor allem unser umfangreiches Sanierungsprogramm beginnt zu greifen. Der so genannte „Ökologische Fußabdruck“ ist momentan in aller Munde und die Experten sind sich weitgehend darin einig, dass wir die größten Einsparungspotenziale im Bereich Wohnen haben.
Das beginnt bei den Baustoffen, wo ich seit Jahren den Holzbau forciere, und findet seine wichtigste Ausprägung in der Energieeffizienz.

steirische berichte: Hier haben Sie mit Ihren Programmen „Aktion Minus 70 Prozent“ und „Energieoffensive weiß grüner Weg“ ambitionierte Wege eingeschlagen.

LR Johann Seitinger: Mit „Minus 70 Prozent“ bzw. „Jetzt sanieren und profitieren“ zeigen wir, dass professionelles Sanieren den Energieverbrauch eines Hauses eben um die genannte Summe reduzieren kann. Ob bei Fenstern, Wänden, Decken, Dächern, Heizungen und Warmwasseranlagen oder auch Haushaltsgeräten, Einsparungspotenziale sind fast überall vorhanden.
Allein von 2006 bis 2008 haben wir die Anzahl der sanierten und geförderten Wohneinheiten um 250 Prozent erhöht. Ich spreche in diesem Zusammenhang oft von einem Dreifach-Jackpot: erstens ist das ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz, zweitens ein Impuls für die Bauwirtschaft und damit auch für den steirischen Arbeitsmarkt und drittens sinken die Betriebskosten für die Steirerinnen und Steirer nachhaltig.

Die vollständige Fassung dieses Artikels finden Sie in dieser Ausgabe der "steirischen berichte". (Bestellung)