| Alte Schätze, neues Glück |
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Scherben bringen Glück, sagt man. Vor allem dem Archäologen. Das neue Archäologiemuseum in Schloss Eggenberg bringt dagegen allen etwas. Es ist ein absoluter Glücksfall für Wissenschaftler und Besucher. Rund 1.200 Objekte aus der Sammlung des Universalmuseums Joanneum werden seit September dieses Jahres im Neubau von BWM Architekten präsentiert. Höhepunkte der Dauerausstellung, die das Museum für Vor- und Frühgeschichte sowie das Antikenkabinett vereint, sind bedeuten-de hallstattzeitliche Objekte wie der Kultwagen von Strettweg oder die Maske von Kleinklein. Aber auch römerzeitliche Funde aus der Steiermark. Sie und viele weitere sehenswerte Schätze sind Ausgangspunkte für Fragen, die den Menschen seit Jahrtausenden bewegen. „Wir wollen die Vielfalt des antiken Lebensgefühls spürbar machen“, sagt Karl Peitler, Abteilungsleiter Archäologie und Münzkabinett. „Dabei gehen wir nicht chronologisch vor, sondern stellen Fragen.“ Über den Lanzen und Helmen etwa steht: „Dürfen wir töten?“. Über den Votivstatuen und -statuetten: „Brauchen wir Götter?“ Eine Chronologie wäre natürlich naheliegend gewesen, um 100.000 Jahre Menschheitsgeschichte darzustellen, erklärt die wissenschaftliche Leiterin der Neuaufstellung, Barbara Porod. „Doch die Geschichte, die man damit erzählt, ist nur, dass Zeit vergeht.“ Man wolle im Museum Diskussionen anregen. Und darüber hinaus vermitteln, wie begrenzt und bruchstückhaft das Wissen über die Vergangenheit oft ist. Dafür, dass dennoch keine Fragen offen bleiben, sorgt ein eigener Info-Terminal. Besucher können sich per E-Mail an Porod und Peitler wenden und erhalten innerhalb von 48 Stunden eine Antwort. An Hörstationen regen zudem Interviews mit bekannten Österreicherinnen und Österreichern wie (Fortsetzung in der Printausgabe - Bestellung) |
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Das neue Archäologiemuseum in Graz |
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Andreas Prückler |