Das Burgmuseum Deutschlandsberg

 

Kostbarkeiten aus Glas, im Burgmuseum Deutschlandsberg

Weitere Informationen: Burgmuseum Deutschlandsberg, Burgplatz 2, 8530 Deutschlandsberg Kontakt: 03462 / 56 02

Immer wieder entreißen Archäologen unseren Böden wertvolle Hinweise auf unsere geschichtliche Entwicklung. Tauchen wir also ein in die geheimnisumwobene Welt des Burgmuseums Deutschlandsberg. Dieses Museum, untergebracht in der Burg, aufgeteilt auf mehrere Geschoße, beinhaltet eine große Fülle von Fundgegenständen. Auf erste Siedlungsspuren aus der Jungsteinzeit (Stein- und Keramikwerkzeuge, Steinbeile), etwa 5000–1800 vor Christus, folgen zahlreiche Grabbeigaben aus der sogenannten Urnenfelderzeit (1200 bis 750 v. Chr.), Waffen aus Bronze, Beile, Schwerter, Lanzen, Schmuck und Kleingeräte bereits aus Eisen. Es folgen die Hallstattzeit (750 bis 450 v. Chr.) und die Laténezeit (450 bis 150 v. Chr.), mit der bereits die Besiedelung durch die Kelten beginnt. Die keltische Bevölkerung stand bereits in einem regen Warenaustausch mit den Kulturen am Mittelmeer. Etwa ab 900 v. Chr. beginnt das norische Eisen (ferrum noricum) die damalige Welt zu erobern, die Eisenverhüttung wurde zu einem wichtigen Standortfaktor. Nicht umsonst war das norische Eisen auch bei den den Kelten nachfolgenden Römern besonders beliebt und begehrt.
Im Jahre 15 vor Christus wurde das norische Reich in das römische Imperium eingegliedert. Einerseits werden von der einheimischen keltischen Bevölkerung römische Sitten und Gebräuche übernommen, andererseits war Rom bestrebt einen verstärkten Zugang zu Rohstoffquellen des norischen Reiches zu erhalten. Aus der römischen Kaiserzeit stammt ein ganz besonderer Fund, eine Mark-Aurel-Büste, die im Museum als Abguss gezeigt wird, da das Original leider in die Schweiz verkauft wurde. Wie Anton Steffan, der Kurator des Museums, mitteilt, ist der Raum um Deutschlandsberg auch heute noch für Archäologen ein lebendiger und attraktiver Fundraum. Besonders zu erwähnen sind unter anderem auch eine mittelalterliche Waffensammlung, eine Sammlung erster Handfeuerwaffen. Das Burgmuseum Deutschlandsberg bietet insgesamt einen Querschnitt der regionalen Geschichte bis hinauf in unsere jüngste Vergangenheit.

Reichhaltige Sammlung

Im Umfeld von Deutschlandsberg gefundenes Gold wurde einstmals zu kostbarem Schmuck verarbeitet. Noch im 18. Jahrhundert gibt es Hinweise auf eine Goldader unter der Burg. Münzfunde sind seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar und liefern wichtige Hinweise auf besondere Persönlichkeiten und Herrscher des sagenumwobenen Norischen Reiches. Die Sammlung von antiken Gold-, Silber- und Bronzeschmuck ist beeindruckend. So bietet diese Sammlung Goldschmieden und Schmuckdesignern eine Grundlage für Studien.

(Fortsetzung in der Printausgabe - Bestellung)

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