Die Burg in Deutschlandsberg

 

Seit jeher üben Burgen auf uns eine besondere Faszination aus, stehen sie doch an exponierten Stellen und sind weithin sichtbar.

 

Früher einmal Zufluchtsort für die Bevölkerung bei kriegerischen Auseinandersetzungen, haben sie mit dem Einsetzen neuer Waffentechniken spätestens im 19. Jahrhundert ihre wehrpolitische Aufgabe verloren. Seit 1932 ist die Stadt Deutschlandsberg im Besitz der gleichnamigen Burg, die bis 1950 nur mehr in Teilfragmenten vorhanden war. Ohne besondere Sorgfalt in Hinblick auf historische Gegebenheiten und der vorhandenen Bausubstanz wurde damals mit dem Wiederaufbau begonnen. Die Burg Deutschlandsberg beinhaltet mit ihrer Entstehung im 12. Jahrhundert von der Romanik, über die Gotik, bis zur Renaissance alle epochentragenden Stilelemente. Friedrich Bouvier, Landeskonservator in Ruhe, warnt vor Übereifer in der Revitalisierung. Die 2001 von der Stadtgemeinde Deutschlandsberg in Auftrag gegebenen Bauforschungsarbeiten sollen garantieren, dass die Burg dem Denkmalschutz und zugleich den heutigen Erfordernissen entsprechend erweitert werden kann.
Bürgermeister Wallner ist stolz auf das historische Erbe und möchte es weiter zu einem Kulturzentrum für die Stadt und die Region ausbauen. Die Burg Deutschlandsberg beinhaltet mit dem Museum einen bedeutenden kulturhistorischen Fundus, der die Geschichte und Entwicklung der gesamten Region bestens dokumentiert und darstellt. Im romanisch-gotischen Burgteil wurde mit dem Vortragssaal ein kulturelles Begegnungszentrum eingerichtet. Das Hotel im Burgbereich ermöglicht ein Unterbringungsambiente für Gäste und BesucherInnen, das über übliche Standards hinausgeht. Der angeschlossene Restaurantbetrieb ist bekannt für seine kulinarischen Besonderheiten und wird somit zum Bezugs- und Ausgangspunkt für eine Erkundung der gesamten Region. Schulungs- und Seminarräume ergänzen die Ausstattung und bieten ein besonderes Ambiente für Workshops und Präsentationen.


Foto: Foto Strametz

Kamillo Hörner