40 Jahre im Bischofsamt

 

Vor wenigen Wochen hat Altbischof Dr. h.c. Johann Weber im Grazer Dom das seltene Jubiläum der 40. Wiederkehr der Bischofsweihe gefeiert.

 

Altbischof Dr. h.c. Johann Weber feiert ein seltenes Jubiläum.
Foto: Neuhold/Sonntagsblatt

Bei dieser Messe hat Pfarrer Hans Schrei, der Sprecher der steirischen Priester, wohl das auf den Punkt gebracht, was nicht nur die Gläubigen in unserer Diözese über Bischof Weber denken: „Weil du so viele Freuden, Hoffnungen, Traurigkeiten und Ängste von den Menschen erfahren hast und von vielen Nöten und Bedrängnissen weißt, sind deine Aussagen immer sehr treffend, geben Hoffnung und Ermutigung und machen das Wort Gottes lebensnah.“

Es war eine unruhige Zeit, auch innerkirchlich, damals, 1969. Ein Bischof, der von sich aus resignierte, und ein Nachfolger, der – damals wie heute ungewöhnlich – unmittelbar aus der Pfarr-Pastoral gekommen ist. „Troubleshooter“ nennt die moderne Politsprache solche Bestellungen. Und als solcher wird Weber dann auch einer österreichweiten Öffentlichkeit bekannt, als umstrittene Bischofsbestellungen innerhalb und außerhalb der Kirche für Irritationen sorgten. Er selbst erinnert sich aber wohl viel lieber an die Einrichtung der ersten Pfarrgemeinderäte (1969), an die Gründung der Telefonseelsorge (1974), an den Steirischen Katholikentag 1981 oder an den Papstbesuch 1983 in Mariazell.

Nächstes Jahr wird Bischof Weber das 60-Jahr-Jubiläum seiner Priesterweihe feiern. So Gott will, fügt er im Gespräch immer rasch hinzu. Doch wie hat unser Altbischof vor kurzem bei einer Tagung der Katholischen Aktion zur Hochaltrigkeit gesagt: „So lange ich lebe, habe ich etwas vor mir.“

Hans Putzer