Die evangelische Kirche feiert

 

100. Steirische Superintendentialversammlung − 10 Jahre MMag. Hermann Miklas als Superintentent

 

Superintendent MMag. Hermann Miklas und Superintendentialkuratorin Evi Lintner.
Foto: Superintendentur

Am 10. Oktober wurde in Leoben feierlich die 100. steirische Superintendentialversammlung abhalten. Zu diesem Evangelischen Kirchenparlament, das zweimal jährlich tagt, kommen alle Pfarrerinnen und Pfarrer sowie ihre weltlichen Vertreterinnen und Vertreter und die Delegierten der Werke und Vereine zusammen, um über die Belange der Diözese zu beraten und über ihren Kurs zu beschließen.
Als Festredner stellte der Kabarettist Jörg-Martin Willnauer die Frage „… und wo bleibt die Freude?“ in den von zahlreichen Ehrengästen und Interessierten gefüllten Raum. In der anschließenden Diskussion wurden Gründe für ein zeitweiliges Fehlen derselben benannt: Selbstüberforderung durch zu hohe Ansprüche, übersteigerte Anbetung der Arbeit und zu wenig Muße, zu viel Zerstreuungssucht, unterdrückte, nicht ausgefochtene Konflikte und fehlende Selbstironie.

Die Freude kam an diesem Tag dennoch nicht zu kurz, feierte doch Superintendent MMag. Hermann Miklas auf den Tag genau sein zehnjähriges Amtsjubiläum als Superintendent der Evangelischen Diözese A.B., die er gemeinsam mit Superintendentialkuratorin Evi Lintner, seinem „weltlichen Gegenstück“, leitet. „Die einen fordern von der Kirche mehr Weite ein – die anderen mehr Tiefe“, stellte Miklas fest, der stets das Verbindende vor das Trennende stellt: „Meiner Überzeugung nach ist beides notwendig.“

Insgesamt gibt es in der Steiermark ca. 44.000 Evangelische A.B. (Augsburger Bekenntnis/Lutherische Kirche) und H.B. (Helvetisches Bekenntnis/Reformierte Kirche), aufgeteilt auf 33 Pfarr- und fünf Tochtergemeinden, und betreut von 28 Pfarrern und 13 Pfarrerinnen.

Helga Rachl / Gertraud Schaller-Pressler