Das neue Augustinum
Bischöfliches Zentrum für Bildung und Berufung

 

Am 1.655. Geburtstag des hl. Augustinus, dem 13. November 2009, wurde das größte Bauprojekt in der Geschichte der Diözese Graz-Seckau, das „Augustinum“, feierlich eröffnet und seiner vielseitigen Bestimmung übergeben.

 

1844 wurde das geistliche Knabenseminar „Carolineum Augustineum“ in Graz eingeweiht.
(Lithografie von Heribert Lampel).

Mit 22.382 m2 Nutzfläche, sechs Geschoßen und insgesamt 707 Räumen konnte innerhalb von 18 Monaten Bauzeit ein kirchlicher Bildungscluster geschaffen werden, der seinesgleichen sucht. Zwölf Einrichtungen finden nun unter einem Dach Platz: das Bischöfliche Seminar (historisch gesehen älteste Institution des Hauses), das Bischöfliche Gymnasium mit rund 650 Schülerinnen und Schülern, die Kirchliche Pädagogische Hochschule, das Kolleg für Sozialpädagogik, die Praxisschule der KPH, die Junge Kirche, die Sektion für Kirchenmusik der Diözesankommission für Liturgie, das Konservatorium für Kirchenmusik, die „Initiative in der Berufungspastoral“ mit Wohnmöglichkeiten für junge Männer, das DialogCenter, die Zentralbibliothek KPH und Gymnasium sowie Medienverleih der KPH und nicht zu vergessen die Großküche des Seminars, die täglich 1.500 Essen auf den Mittagstisch bringt – gehen doch ebenso viele Lernende im Pflichtschulalter und Erwachsene  hier täglich ein und aus.

„Ein christlich geprägtes Menschenbild“ soll mit diesem „pädagogischen und pastoralen Leuchtturm“ sichtbar sein, so Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, „in Respekt vor Freiheit und Würde eines jeden daran beteiligten Menschen.“
Dass das neue, von „Tradition und Jugendlichkeit geprägte Haus“ von Beginn an auch jenen Schülern Zugang ermöglichte, denen Bildung sonst verwehrt geblieben wäre, hob der Präfekt für das katholische Bildungswesen, Zenon Kardinal Grochołewski, in seinem Grußwort lobend hervor. Sektionschef Dr. Helmut Moser erinnerte, dass kirchliche Schulen in der Pädagogik seit jeher die „engagierte Avantgarde“ stellten, deren Impulse von den öffentlichen Schulen gerne aufgegriffen würden.

„Mit der Entscheidung unserer Diözese, eine Kirchliche Pädagogische Hochschule und eine Volksschule sowie das Kolleg für Sozialpädagogik zu führen, galt es neue Räumlichkeiten zu finden“, erklärt Regens Dr. Wilhelm Krautwaschl die letzte und größte Metamorphose des Hauses.

Mehr Transparenz – mehr Licht!

Anfang 2007 wurde die Architektur Consult ZT GmbH, Nachbar in der Grabenstraße und größtes Architekturbüro Österreichs, mit der Generalplanung betraut.

(Fortsetzung in der Printausgabe - Bestellung)

LR Mag.a Elisabeth Grossmann, 2. LT-Präs. Walburga Beutl, LH-Stv. Hermann Schützenhöfer, Diözesanbischof Dr. Egon Kapellari, Weihbischof Dr. Franz Lackner, Bgm. Mag. Siegfried Nagl und Regens Dr. Wilhelm Krautwaschl bei der Eröffnungsfeier.

Geschafft! Der technische Projektmanager und Bauherrenvertreter Diözesanarchitekt DI Dr. Manfred Fuchsbichler, der inhaltlich Verantwortliche und Bauherrenvertreter Regens Dr. Wilhelm Krautwaschl und der ausführende Architekt DI Herfried Peyker können sich mit der hervorragend gelungenen Transformation des Augustinums zu einer Meisterleistung gratulieren.

Schüler des Augustinums.
Fotos: Neuhold/Sonntagsblatt

Gertraud Schaller-Pressler