Aus­gabe 1/2016

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Ländlicher Raum? – Städtischer Traum? Wie sinnvoll ist noch, von Dörfern zu sprechen? „Als Dorf bezeichnet man eine zumeist kleine Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung, die ursprünglich durch eine landwirtschaftlich geprägte Siedlungs-, Wirtschafts- und Sozialstruktur gekennzeichnet ist.“ – Man sollte nicht alles glauben, was Wikipedia sagt, doch diesem Versuch einer Definition kann wohl zugestimmt werden. Zugleich ist der Begriff Dorf, oder präziser gesagt, die „dörfliche Lebensform“ historisch immer auch die Kontradiktion zur Stadt, zum städtischen Leben gewesen. Noch vor zwei [weiterlesen...]

Aus­gabe 4/2015

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Hofübergabe! Nach 44 Jahren übergab Prof. Kurt Jungwirth das Steirische Volksbildungswerk dem neuen Obmann LT-Präs. a.D. Prof. Franz Majcen. Die ebenso neu gewählten Obmann-Stellvertreter sind LAbg. Assoz. Profin. Drin. Sandra Johanna Wallner-Liebmann und Arch. DI Norbert Frei. Das Volksbildungswerk ist als anerkannter Qualitätsanbieter längst nicht mehr von der geistigen Landkarte der Steiermark wegzudenken. Im Sinne eines lebenslangen, kreativen und selbstbestimmten Lernens bietet es ein breitgefächertes Angebot von Vorträgen, Kursen, Seminaren, Workshops und Lehrgängen. Mit seiner [weiterlesen...]

Aus­gabe 3/2015

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Es ist nicht das erste Mal, dass wir uns der Vereinskultur widmen. Bereits 1978, im Jahr der erfolgreichen Bürgerinitiative gegen die Inbetriebnahme des Kernkraftwerks Zwentendorf, stand eine Ausgabe der „steirischen berichte“ unter dem Motto „In Vereinen vereint“. Seither hat sich unsere Lebenswelt deutlich gewandelt: Die digitale Revolution hat völlig neue Möglichkeiten der sozialen Vernetzung geschaffen; Zweckbündnisse und Interessensgemeinschaften entstehen heute vielfach spontan im weltweiten Netz und lösen sich ebenso schnell wieder auf. Vereine im klassischen Sinne sind dadurch aber [weiterlesen...]

Aus­gabe 2/2015

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Was haben 20 Jahre EU-Mitgliedschaft gebracht? Im Namen der Republik Österreich habe ich die Ehre, unter Bezugnahme auf Artikel 237 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft den Antrag auf Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft zu stellen. Mit diesen Worten begann 1989 der damalige Österreichische Außenminister Alois Mock seinen berühmten Brief nach Brüssel an den damaligen Präsidenten des Ministerrats der Europäischen Gemeinschaft, Roland Dumas. Nach langen, zähen Beitrittsverhandlungen mit der EG, der Vorgängerin der Europäischen [weiterlesen...]

Aus­gabe 1/2015

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Im Jahr 2010 begann die steirische Reformpartnerschaft, die sich auch strukturelle Reformen zum Ziel gesetzt hat. Ein Teil dieser Politik war wie in einem Leitartikel zu Beginn dieser Ausgabe dargestellt wird, die Gemeindestrukturreform. Mit Jahresbeginn 2015 ist diese in Kraft getreten. Es zeigt sich, dass die individuelle Gemeinde kein Recht auf eine ungestörte Existenz hat. Unantastbar bleibt aber die Selbstverwaltung: Es liegt, wie in einem weiteren Artikel nachzulesen ist, wiederum ausschließlich an den Bürgerinnen und Bürgern jeder einzelnen Gemeinde, die Zukunft ihres Lebensraumes in [weiterlesen...]

Aus­gabe 4/2014

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Es entstand in unsicherer Zeit und drückt eine Friedenssehnsucht aus, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat: Stille Nacht. Joseph Mohr, der Verfasser des Textes, kam nach Oberndorf, als die Menschen dort um ihre Existenz bangten. Denn nach Beendigung der Napoleonischen Kriege war auf dem Wiener Kongress Europa neu geordnet worden. Das geistliche Fürstentum Salzburg wurde säkularisiert und Salzburg getrennt: Der kleinere Teil kam 1816 zu Bayern, der größere Teil zu Österreich. Die Salzach bildete die neue Staatsgrenze, womit Oberndorf von seinem Stadtzentrum in Laufen abgeschnitten [weiterlesen...]

Aus­gabe 3/2014

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Ein großer steirischer Politiker hat einmal gesagt: Wir müssen eine enkeltaugliche Politik machen. Die ersten Schritte eines offenbar langen Weges dazu sind getan. Bald wird sich auch der letzte kleine Rest von anscheinend uneinsichtigen Kleinstdorfpopulisten auf ein Nur gemeinsam sind wir stark besinnen, wollen auch sie im Sinne des erfolgreichen Reformprozesses der Gemeindestrukturreform im großen steirischen, österreichweiten und schließlich auch europaweiten Wettbewerb wirtschaftlich bestehen können. In Zukunft wird es wieder an der Politik liegen, wie lange der Weg noch ist, der über die [weiterlesen...]

Aus­gabe 2/2014 

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Mobilität ohne Grenzen... Wir haben uns an sie gewöhnt, in der Steiermark, in Österreich und in der Europäischen Union. Europa ist, wenigstens geographisch gesehen, gewissermaßen ein entgrenzter Lebensraum geworden. Doch das war nicht immer so. Den fließenden Grenzen der Vor- und Frühgeschichte folgten seit dem Mittelalter in den Territorialstaaten und Fürstentümern Europas verschiedenste feste Schranken, nach außen wie im Innern. Auch in der Steiermark, die das Grenzzeichen, eben die Mark, sogar im Namen trägt. Innerhalb von Grenzen wurden und werden Herrschaft, Verwaltung und Gerichtsbarkeit [weiterlesen...]

Aus­gabe 1/2014

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Wandel und Veränderungen zeichnen seit jeher die Daseinsbedingungen des Menschen. Gleichwohl wird oftmals konstatiert und wer bemerkt es nicht an sich selbst, dass sich unser gegenwärtiges Leben rasant beschleunigt. Hastender Schritte, emsig pedalierend oder eingepfercht in motorisierte Gefährte hetzen wir von einem Ort zum anderen, vermeintlich vielversprechenden Zielen entgegen. Wir sind aufgefordert stets bereit zu sein, zu neuen Horizonten aufzubrechen nicht selten begleitet von der unbehaglichen Einsicht, Gefahr zu laufen dabei in die Falle zu tappen, unsere Bodenhaftung zu verlieren. [weiterlesen...]